Kennst du deine Jahresenergien 2026 bereits ?

Wenn der Körper spricht, bevor der Kopf versteht

Oftmals sind wir sehr kopfbetont in der heutigen Zeit. Doch geht es darum, Körpersignale wahrzunehmen und zu verstehen fällt es uns oft unglaublich schwer. Dabei braucht es nur Raum und die Bereitschaft wahr-& anzunehmen.

Marie Christine Prosch

1/2/20262 min read

Wenn der Körper spricht, bevor der Kopf versteht

Viele Frauen kommen zu mir, weil sie spüren,
dass etwas in ihnen spricht, das sich nicht logisch erklären lässt.

Es sind Träume, die intensiv sind.
Empfindungen im Körper, die plötzlich auftauchen.
Ein inneres Unruhigsein, obwohl im Außen „alles passt“.

Oft richtet sich der Blick dann sofort nach oben – in den Kopf.
Was bedeutet das?
Was stimmt nicht mit mir?
Was muss ich verändern?

Doch der Körper folgt einer anderen Ordnung.
Er wartet nicht, bis wir etwas verstehen.
Er meldet sich, wenn etwas wieder in Beziehung kommen möchte.

Besonders deutlich geschieht das im Schoßraum.

Der Schoßraum - der energetische und physische Raum in unserem Unterleib ist kein isolierter Ort.
Er ist Erinnerung, Beziehung, Resonanzraum.
Hier speichern sich Erfahrungen von Nähe und Anpassung, von Lust und Schuld, von Grenzen, die gehalten wurden – und von denen, die wir zu lange übergangen haben.

Viele Frauen haben früh gelernt, sich zusammenzunehmen.
Rücksicht zu nehmen und sich so selbst inklusive eigener Bedürfnisse zurückzunehmen.
Zu funktionieren und sich anzupassen.
Stark zu sein, auch dann, wenn sie eigentlich weich gewesen wären und viel lieber losgelassen hätten.

Diese Stärke ist wertvoll in einigen wenigen Situationen.
Doch sie hat einen Preis, wenn sie dauerhaft ohne Ausgleich gelebt wird.

Der Körper beginnt dann oft dort zu sprechen,
wo wir am wenigsten kontrollieren können:
im Traum, im Nervensystem, in der Sexualität, in diffusen Empfindungen.

Das wird sehr häufig missverstanden und beispielsweise als Problem oder Mangel angesehen- als Etwas das „weg sollte“. Doch in Wahrheit ist es oft ein Zeichen von Rückkehr.

Rückkehr von Lebendigkeit.
Rückkehr von Empfindung.
Rückkehr eines inneren Raumes, der lange still war und wo die Energie nicht frei fließen konnte, sondern starr gehalten wurde.

Nicht jede körperliche Regung will analysiert werden.
Nicht jede Empfindung braucht eine Diagnose.

Manche möchten einfach wieder gehört, gesehen und gefühlt werden.
Und zwar ganz ohne Druck, ohne Bewertung und ohne Ziel. Einfach so wie es der Moment grade zulässt und wie wir es uns selbst erlauben.

In meiner Arbeit geht es deshalb nicht darum, Symptome zu korrigieren,
sondern darum, wieder eine Beziehung zum eigenen Körper aufzubauen –
achtsam, respektvoll und in einem Tempo, das wirklich trägt. Nämlich in dem eigenen ganz persönlichen Tempo. Dafür gibt es keine Vorlage, kein Skript. Es geht darum eben durch solche Momente zu gehen und wieder für sich zu lernen, dass es für den eigenen Körper und die Themen die angeschaut werden möchten, keine Bedienungsanleitung gibt. Dafür braucht es einen Raum, der gehalten wird und in dem wir uns wohlfühlen, entspannen können und loslassen können.

Denn der Körper ist kein Ort, den man kontrollieren muss.
Er ist ein Ort, an dem man wieder landen darf.